Mitteilungen BWB (Mail vom 22.05.19)

 

Guten Tag werte Damen und Herren

 

 Angesichts der momentanen Situation auf dem Holzmarkt möchte euch der BWB gerne folgende Informationen und Empfehlungen weitergeben. Gerne können diese geteilt werden.

  

Auch die abgelaufene Holzereisaison stand ganz im Zeichen der grossen Schadholzmengen. Die benötigten Frischholzsortimente konnten nachfragegerecht bereitgestellt werden. Die getätigten Frischholzschläge waren nötig, um diese Nachfrage gezielt zu befriedigen. Die Abnehmer sind passend mit diesen Sortimenten bevorratet. Aufgrund der europaweit immensen Schadholzmengen infolge Sturm, Trockenheit und Käfer besteht aber ein massives Überangebot an Rund- und Schnittholz von schlechten Qualitäten. Auch die Lager beim Industrieholz sind übervoll. Diese Sortimente finden kaum mehr Absatz und die Schnittwarenpreise für minderwertige Sortimente sind stark gesunken. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist leider auch in diesem Sommer mit vielen Zwangsnutzungen zu rechnen, sei es wegen Borkenkäferbefalls oder weil die Bäume schlicht vertrocknen. Um den Holzmarkt nicht noch mehr mit schlechten Sortimenten zu belasten, ist es wichtig, dass in nächster Zeit nur Baume gefällt und vermarktet werden, wo dies aus Forstschutzgründen notwendig ist, um eine Weiterverbreitung des Borkenkäfers zu verhindern. Dies sind Weisstannen, die stark vom Käfer befallen sind oder gute Bodenstücke aufweisen und frisch befallene Fichten, die grösstenteils noch nicht verblaut und die Käfer noch nicht ausgeflogen sind. Diese können am Markt abgesetzt werden, allerdings teilweise zu sehr tiefen Preisen. Bäume, wo der Käfer mehrheitlich ausgeflogen ist und praktisch keine Rinde mehr am Stamm ist und qualitativ schlechte Weisstannen sollen unbedingt stehen gelassen werden. Damit sich der Holzmarkt wieder normalisieren kann, dürfen diese auch später nicht genutzt werden. Dies gilt ebenfalls für Baume, die im Wald entrindet werden. Im Käferbekämpfungsgebiet, wo die Forstschutzmassnahmen finanziell unterstützt werden, ist das Entrinden im Bestand angesichts der Holzmarktlage die sinnvollste Bekämpfungsstrategie.

 

Zur genaueren Lagebeurteilung und Besprechung des weiteren Vorgehens wird Anfang Juni ein Treffen mit den Berner Holzmarktorganisationen stattfinden.

 

 

 Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

  

Beste Grüsse

Lea

 

 

  

Berner Waldbesitzer BWB

Propriétaires de Forêts Bernois

Lea Imola

Geschäftsführerin, Forsting. FH

Halenstrasse 10

3012 Bern

Tel: ++41 (0)31 533 50 70, (0)78 980 36 92

Fax: ++41 (0)031 328 86 59

mailto: lea.imola@bernerwald.ch

 

http://www.bernerwald.ch

http://www.facebook.com/bernerwald